Einblick durch ein Fenster im Maischbottich, Sudhaus Doppelleu Boxer
Brauen

Wie Gutes entsteht

Braukunst in höchster Vollendung

Besuch uns virtuell und erlebe den Brauvorgang aus nächster Nähe. Finde heraus, was hinter den vollmundigen obergärigen Spezialitäten aus Winterthur und den harmonischen untergärigen Spezialitäten aus Yverdon-les-Bains steckt. Vom Malzkorn bis zum erfrischenden ersten Schluck: Willkommen in den Brauereien Doppelleu Brauwerkstatt und Bière du Boxer.

1. Schroten

Wir verarbeiten 25 verschiedene Malzsorten in unterschiedlichsten Mengen – von 25 kg Säcken über 1000 kg Big Bags bis hin zur Direktentnahme aus dem Silo.

Jede Biersorte hat seine individuelle Malzzusammenstellung, denn die Auswahl der verschiedenen Malze beeinflusst die Biersorte massgeblich.

In der Schrotmühle wird das Malz zerkleinert, damit es sich besser im Wasser lösen kann.

 

2. Maischen

Das entstandene Malzschrot wird im Maischbottich mit heissem Wasser vermischt, man spricht vom Einmaischen. Die Flüssigkeit nennt man nun Maische.

Maischen ist in der Bierherstellung ein grundlegender Schritt, denn hier lösen sich die im Malz enthaltenen Enzyme und wandeln Stärke in Zucker um.

Ab hier können wir unsere Braukunst aufleben lassen. Bei unterschiedlichen Temperaturen entfalten die natürlichen Enzyme aus dem Malz ihre Wirkung, das heisst der Brauer kann mit verschiedenen Rasten den Körper des Bieres beeinflussen. Rasten sind Zeiträume, in denen die Temperatur konstant gehalten wird. Somit ist der Maischprozess ausschlaggebend für die später entstehende Biersorte und unterscheidet sich daher auch bedeutend in der Dauer.

3. Läutern

Im Läuterbottich – vergleichbar mit einem grossen Sieb – werden die Feststoffe von der Flüssigkeit getrennt. Sie scheiden sich aus der Maische als sogenannter Treber ab, der bei uns als Viehfutter weiterverwertet wird. Die gewonnene klare Flüssigkeit ist die zucker- und eiweisshaltige Bierwürze.

4. Kochen, aber anders

In der Würzepfanne – oder auch Sudpfanne – wird die Bierwürze gekocht. Hier wird Hopfen, der als Gewürz des Bieres dient, zugegeben und mitgekocht. Damit wird Geschmack, Schaum und Haltbarkeit definiert.

Wir arbeiten mit über 25 Sorten Hopfen. Unterschieden wird zwischen Bitterhopfen und Aromahopfen. Der Bitterhopfen wird zu Beginn hinzugefügt und sorgt für die Bitterung des Bieres.  Aromahopfen wird kurz vor Kochende verwendet und sorgt für die Hopfennote. Bei der Aromagabe wird der Hopfen mit dem besten Aroma verwendet, welcher beim Genuss eines Bieres für den Geruch in der Nase verantwortlich ist. Jeder Bierstil bei Doppelleu Boxer hat seine eigene exklusive Hopfenzusammenstellung.

Am Ende separiert der Whirlpool wiederum enthaltene Feststoffe aus der Würze. Dabei handelt es sich nicht mehr ums Malz, sondern um Hopfenfeststoffe, Eiweiss und andere – je nach Bier – verwendeten Zutaten wie Orangen, Schokolade, Datteln und viele mehr.

5. Kühlung, aber schnell

In einem Wärmetauscher wird die klare Würze mit Brauwasser und anschliessend mit Eiswasser auf die optimale Gärtemperatur heruntergekühlt.

Damit bei den obergärigen Bieren die Hopfenaromastoffe erhalten bleiben, wird möglichst schnell auf 18° heruntergekühlt. Bei den untergärigen, schlankeren Bieren sogar bei längerer Zeit auf 10°.

6. Gärung

Kurz vor dem Gärtank gibt der Brauer die Hefe dazu. Dieser Vorgang wird als „Anstellen“ bezeichnet.

Am ersten Tag vermehrt sich die Hefe, anschliessend vergärt sie den Malzzucker zu CO2 und Alkohol. Der Brauer schliesst den Tank zum richtigen Zeitpunkt, damit das CO2 nicht mehr entweichen kann und gebunden wird und somit die richtige Menge Kohlensäure gebildet wird. Bei obergärigen Bieren dauert der Gärprozess circa 5 Tage und bei den untergärigen circa 8 Tage.

7. Lagerung

Das Jungbier wird anschliessend in Lagertanks geleitet und reift anschliessend für mehrere Wochen in den Lagertanks. Die Lagertanks stehen unter Druck, wodurch das entstehende Kohlenstoffdioxid als Kohlensäure im Bier gebunden wird und nicht mehr entweichen kann. Bei Doppelleu Boxer kann die Nachgärung je nach Biersorte drei bis zwölf Wochen dauern.

Der Lagerkeller in Winterthur ist einer der modernsten in Europa und garantiert beste Qualität der Biere.

Höchste Qualität 

Es werden während der Gärung täglich und während der Lagerung regelmässig Proben genommen und im Labor überwacht.

8. Hop Gun

Mit der Hop Gun können wir nach der Lagerung dem Bier mittels Kalthopfung, auch dry hopping genannt, nochmals Aroma verleihen. Das Bier wird durch die Hopfengabe nicht bitterer, sondern das Hopfenaroma wird intensiviert.

Bei Doppelleu Boxer wird das effektive Kalthopfungsverfahren bei diversen der circa 25 Biersorten angewendet. Die gegebene/n Hopfensorte/n spielen hierbei eine grundlegende Rolle für den Geschmack des Bieres.

Als Craft Brewery verwenden wir die Hop Gun aber nicht nur mit Hopfen, sondern auch mit den verrücktesten Zutaten wie zum Beispiel Vanille, Cacao, Tonkabohnen, Orangen, Zimt, Wacholder, Minze oder auch Basilikum. Solche Zutaten kommen vor allem bei Special Editions und Brewmaster Editions ins Spiel, wo wir stets Neues ausprobieren, um noch mehr Aroma herauszuholen und somit ein noch interessanteres und vielschichtiges Bier herzustellen.

9. Filtern / Separieren

Einige unserer Biere werden nach der Lagerung gefiltert. Dabei werden Eiweissgerbstoff-Verbindungen, Hopfenharze und Hefezellen ausgeschieden um ein klares Bier zu erreichen. Bei uns kommt dafür ein Kieselgur- sowie bei den untergärigen Bieren ein Schichtenfilter aus Zellulose zum Einsatz.

10. Abfüllung

Das Bier ist jetzt bereit für die Abfüllung, in Flaschen und Fässer.

Flaschenabfüllung

Zuerst werden die leeren Flaschen gereinigt und unmittelbar vor dem Füller auf verschiedene Fehlertypen geprüft und gegebenenfalls aussortiert – nur einwandfreie Flaschen werden weitergeleitet. Um ein Aufschäumen zu vermeiden, wird das Bier mit Gegendruck in CO2 Atmosphäre abgefüllt. Durch modernste Abfülltechnik wird das Bier möglichst ohne Sauerstoff in die Flasche gefüllt, sodass es lange frisch schmeckt. Anschliessend wird über den Verschliesser der Kronkorken aufgesetzt – oder der Bügel verschlossen.

Fassabfüllung

Die Bierfässer (KEGs) werden nach dem gleichen Prinzip in verschiedenen Stationen erst gereinigt und anschliessend ebenso sauerstoffarm befüllt, um beste Qualität zu garantieren.

11. Etikettieren

Direkt nach der Abfüllung vollendet die Etikettiermaschine die Flaschen, damit sie in ansprechendem Design bereit für den Verkauf sind.

Unsere Flaschen werden mit Nassleim oder mit selbstklebenden Etiketten ausgestattet. Bei diesem Schritt wird das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Lot-Nr. direkt auf die Etikette gelasert, was wichtig für die Qualitätssicherung ist.

Die einzigen ihrer Art

Die Biere der Linien Chopfab und Doppelleu tragen eine einzigartige Etikette über dem Kronkorken. Dieses unverwechselbare Design der Bierflaschen benötigt in der Füllerei in Winterthur eine massgeschneiderte Anlage.

12. Verpackung

Einwegprodukte werden in Kartons verpackt, Mehrwegflaschen werden mittels Roboter in Harassen gesetzt.

In Yverdon verfügen wir über eine der modernsten Anlagen, welche die Flaschen immer mit der Etikette nach vorne im Karton ausrichtet.

 

13. Lager

Und jetzt ab ins Lager – bereit für den Biergenuss.

14. Labor

In unserer Qualitätssicherung führen wir während dem ganzen Produktionsprozess alle relevanten mikrobiologischen und chemischen Qualitätskontrollen durch. Nur wenn alles einwandfrei ist, verlassen die Flaschen und Fässer unsere Brauereien.

Sudhaus der Doppelleu Brauwerkstatt in Winterthur, Modernste Technik für die Herstellung schmackhafter Biere

15. Komm uns besuchen

Kein Erlebnis geht so unter die Haut wie das vor Ort – komm uns besuchen. Gerne führen wir dich in die Geheimnisse der Bierproduktion ein und stellen unsere Brauwerkstatt vor. Nach dem Besuch steht natürlich eine Verkostung unserer leckeren Bierspezialitäten auf dem Programm.

Zu den Brauereiführungen