05.10.2021 – Medienmitteilung

1er Cru 04 – Bière de Garde Impériale carefully aged in Oak Cognac Barrels.

Mehrere Monate in ausgesuchten Cognac Fässern gereift ist 1er Cru 04 – Bière de Garde Impériale – nun bereit für exklusiven Genuss.

Die Idee

Die holzfassgereifte Sortimentslinie 1er Cru stellt höchste Ansprüche an die Kreativität der Braumeister der Doppelleu Brauwerkstatt. So sollen Biere dieser Produktefamilie stets etwas Besonderes und natürlich auch Stärkeres bieten. Stärker bedeutet auch höheren Alkoholgehalt und dieser wiederum ermöglicht bessere Haltbarkeit. Das sind Kriterien, die der jüngste und vierte Spross der Familie 1er Cru als Bière de Garde Impériale erfüllt.

Der Biertyp

In früheren Zeiten, als die Keller noch regelmässig und saisonal geleert wurden, um nach der Hopfenernte dem frisch gebrauten Bier Platz zu machen, gab es einige Bierstile, die längere Haltbarkeit garantierten. Durch stetig modernisierte Produktions- und Lagermethoden gerieten diese jedoch mehr und mehr in Vergangenheit. Ein weiterer Grund, weshalb Patrick Thomi sich für ein Bière de Garde Impériale entschieden hat, um das Quartett in der Runde der 1er Cru zu komplettieren: Als Anerkennung der beinahe vergessenen Biertraditionen.

Der Bierstil gestattet viele Freiheiten in der Farbe – so darf diese von hell bis dunkel alle Variationen aufweisen. 1er Cru 04 präsentiert sich im Glas in einem zarten Haselnusston. Keine Kompromisse gibt es bei der Hefe: Obergärig muss sie nämlich sein – was für die Doppelleu Brauwerkstatt ebenfalls beinahe als Gebot gilt. Was die weiteren Zutaten betrifft, steckt die grösste Herausforderung in der Balance: um trotz dem hohen Alkoholgehalt einen angenehmen Trunk zu bieten, entsteht in der Rezeptur ein sportlicher Spagat.

Der Hopfen

Als Statist – jedoch nicht unbedeutend – spielt der Hopfen in dieser Rezeptur mit. Herkules bietet diesmal die Basis für Bitterkeit. «Da das Bière de Garde ein französischer Bierstil ist, sollte auch ein französischer Hopfen berücksichtigt werden» erklärt Patrick Thomi. Denn neben Select und Tettnanger steht auch Triskel auf dem Rezept. Dieser Hopfen wird im Elsass angebaut und ist ein Nachkomme der Sorte Strisselspalt. Seine charakterlichen Eigenschaften tendieren Richtung Kräuter, Paprika, Brennessel und Artischocken – also eher vegetale als als fruchtige Aromen. Natürlich ist das im Bier nicht in dieser Tiefe wahrnehmbar. Da 1er Cru 04 seine Hefenoten mehr in den Vordergrund stellen darf, sind diese Ausprägungen bei der Wahl der Zutaten entscheidend um ein rundes Bild zu vermitteln.

Das Malz

Da französische und belgische Bierstile oft Weizen – und zwar gerne auch unvermälzt – enthalten, steckt dieser auch im Bière de Garde. Und zwar in Form von Weizenmalz. Mit dem höheren Eiweissanteil durch den Weizen entsteht im Mund ein vollerer Körper. Dieser wiederum ist ein wichtiger Faktor, da die verwendete Hefe so gärkräftig ist, dass sie in der Gärung sehr viele Kohlenhydrate vergärt und einem Bier tendenziell ein recht schlankes Mundgefühl verschafft.

Pilsner und Pale Ale bieten die Grundlage der Malzgabe. Münchner und Typ 2 verhelfen bei der Farbgebung zu einem warmen Haselnussbraun und im Mund zur Biskuitnote. Ebenfalls für die Farbe, aber auch für Vollmundigkeit und Aroma wurden Carabelge und Carahell eingesetzt.

Die Hefe

Um die angestrebt lange Haltbarkeit des Bière de Garde zu erreichen, wird eine eher selten eingesetzte Saisonhefe gewählt. Diese kann hohe Zuckeranteile im Malz weit runter vergären und sorgt für weniger Restzucker im Bier. Was ein nicht so süsses und weniger mastiges Bier zum Schluss erzielt. So sind es auch die Hefenoten, die im 1er Cru 04 sanft über den Aromen von Hopfen und Malz zu spüren sein sollen.

Das Fass

Die Aromen, welche das Fass dem Bier beisteuert, sollen eine wichtige Rolle spielen. Für das Bière de Garde wurden gebrauchte Fässer eingekauft, welche – noch feucht vom vorherigen Cognac – mit dem frisch gebrauten Bier gefüllt wurden. Neun volle Monate lagerte der 1er Cru 04 in den Fässern, um die komplexen Cognac- und Eichenaromen aufzunehmen. Als Nebeneffekt stieg dadurch der Alkoholgehalt leicht an. Eine noch längere Lagerung hätte die Holznoten dominanter werden und die zarten Aromen des Cognacs überlagern können. Den richtigen Zeitpunkt in der Ausgewogenheit der vielfältigen Noten im 1er Cru 04 sichert Braumeister Patrick Thomi. So ist es auch seine Entscheidung, wann der Moment für die Abfüllung gegeben ist.

Was geschieht mit den nun leeren Cognacfässern? Das ist ein neues Projekt – bleiben wir gespannt!

Die Begleitung

Der 1er Cru 04 Bière de Garde Impériale verleitet mit seiner französischen Herkunft zu Speisen derselben Region. So empfehlen wir eine saftige Tarte Tatin – vielleicht auch mal mit Birnen anstatt mit Aepfeln zubereitet. Oder Bratäpfel im Herbst, Apfelstrudel mit Weinbeeren… Die Jahreszeit zeigt sich hier ebenfalls deutlich – das Bier passt perfekt zum Erntedankfest. Gebratene Gans, Zwetschgenkompott, Vermicelles oder Marroni – lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und ersetzen Sie für einmal Ihren schweren Rotwein mit 1er Cru 04. Sollte das für Sie zu gewagt sein, steckt vielleicht unter dem Deckel Ihres Humidors die optimale Begleitung? Auch für sich alleine lässt sich das Bière de Garde geniessen – Trinktemperatur sollte bei ca. 11° liegen.

Verfügbarkeit

Der 1er Cru 04 – Bière de Garde Impériale ist verfügbar so lange auf Bestellung bei jedem Getränkehändler der Schweiz oder in Winterthur und Yverdon-les-Bains direkt ab Brauerei.