19.11.2020 – Medienmitteilung

Reisen ohne Quarantäne: Die neue Brewmaster Limited Ed.25 Fresh Hop Common mit erntefrischem Hopfen verbindet grenzenlos Länder und Kulturen.

Ein typisch deutscher Bierstil, angepasst auf kalifornische Verhältnisse, gebraut mit erntefrischem Hopfen – das ist nur ein kurzer Überblick zu der neuesten limitierten Edition aus der Doppelleu Brauwerkstatt in Winterthur.

Die Idee

«Meine erste eigene Brewmaster Edition» strahlt Florian Grunert, Betriebskontrolleur und Braumeister bei der Doppelleu Boxer AG in Winterthur. «Und erst noch mit erntefrischem Hopfen!». Grund zur Freude hat er ja: Denn der Bierstil des California Common – übersetzt ein «gewöhnliches Kalifornisches» – ist keinesfalls so gewöhnlich wie es scheint. Jedenfalls nicht, wenn es aus der Brauwerkstatt kommt.

Der Biertyp

Anfangs des 19. Jahrhunderts waren auf dem amerikanischen Kontinent helle Biere aus Deutschland hoch im Kurs. So wurde damals im Fernen Westen oft versucht, die Rezepturen zu kopieren und nachzuahmen. Da jedoch zu dieser Zeit die Kühlung bei der Vergärung in Kalifornien nicht ganz so einfach war, entwickelte sich mit der Zeit eine besondere untergärige Hefe, welche bei höheren Temperaturen leistungsfähig bleibt, ohne das Aroma stark zu beeinflussen.

Der Hopfen

Nichtsdestotrotz bleibt der Hopfen auch in der Brewmaster Limited Ed.25 der Hauptakteur. 1,2 Tonnen frische Dolden der Sorte Opal wurden an einem September-Nachmittag im Sudhaus verarbeitet. Und das am selben Tag der Ernte im grenznahen Tettnang. Das ist auch der Grund, warum das Bier sich Fresh Hop nennt: Frischer kann Hopfen kaum verarbeitet werden.

«Deutscher Hopfen, amerikanische Hefe – eine harmonischere Kombination für ein California Common gibt es nicht», meint Florian Grunert, der am Brautag sogar seinen Urlaub unterbrochen hat, um mit dabei zu sein und das Brauereiteam zu unterstützen. «Mit würzigen Noten, ein wenig Zitrus, viel Kräutern und schön herb – so passt der Hopfen Opal ausgezeichnet in ein herbstliches Bier, das nicht sommerlich fruchtig, sondern eher herbstlich aromatisch ausgerichtet sein soll.»

Die Verarbeitung des erntefrischen Hopfens in der Brauwerkstatt läuft etwas anders als bei der Verwendung der üblichen Pellets. Das Volumen ist enorm – so werden insgesamt 47 Säcke mit Hopfendolden die Treppe zum Sudhaus hochgetragen. Ein kräftezehrendes Gemeinschaftswerk, bevor es überhaupt losgehen kann.

Anstatt die frischen Dolden der Würze wie gewohnt im Whirlpool hinzuzufügen, werden sie händisch in den Läuterbottich gegeben. So wird nach der Kochung in der Würzepfanne die Würze zuerst in den Läuterbottich gepumpt. Hier können die Dolden durch den Senkboden einfach abgetrennt werden. Nachdem die Dolden ausreichend in der Würze gebadet und ihre intensiven Aromen abgegeben haben, wird diese wieder zurück in die Würzepfanne und von hier in den Whirlpool gepumpt. Dieser arbeitsintensive Zwischenschritt ist nötig. Denn würde man den frischen Dolden hier dazugeben, könnten die Leitungen aufgrund des hohen Feststoffanteils verstopfen.

Die Grundbittere des Fresh Hop Common kommt vom tschechischen Kazbek, welcher am Anfang der Kochung beigegeben wird und aufgrund der langen Kochzeit nur wenig zum Hopfenaroma des Bieres beiträgt.

Das Malz

Um die herbstlichen Töne farblich zu erreichen, hat sich der Braumeister Florian für Pale Ale als Grundmalz entschieden. Es ist zudem ein beliebtes Grundmalz für Biere aus den USA – wiederum eine perfekte Verbindung und stilgerechte Lösung. Weitere Farben zur erntereichen Zeit des Jahres steuern die drei verschiedenen Karamellmalze Carahell, Caramünch Typ 2 und Caraaroma bei. Erreicht werden damit herrliche, dunkle Holztöne mit einem leichten Rotstich. Im Gaumen wird das süffige Bier dadurch vollmundiger und erlangt einen dezenten Charakter von Karamell. Jedoch bleibt die Hauptrolle der Brewmaster Limited Ed.25 Fresh Hop Common konsequent beim Hopfen. Es ist ein klares, ehrliches und geradliniges Rezept. Schliesslich soll jeder Schluck herausspüren lassen, wie der Hopfen Opal schmeckt.

Die Hefe

Die Wahl für den passenden Hefestamm fiel nicht schwer: schliesslich ist der Bierstil des California Common durch die untergärige Spezialhefe definiert. Diese kann bei hohen Temperaturen um die 20° C vergoren werden, ohne das Aroma negativ zu beeinflussen, wie dies bei einem «normalen» untergärigen Stamm bei diesen Temperaturen der Fall wäre. Die obergärigen Spezialitäten der Doppelleu Boxer AG werden in diesem Temperaturbereich vergoren, weshalb die Idee, auch einmal ein untergäriges Bier in der Brauwerkstatt zu brauen bei der Planung der Brewmaster Edition aufkam. Zwar entstehen etwas mehr Fruchtester als bei einem klassischen untergärigen Bier, dennoch unterstützt die Hefe durch ihren unaufdringlichen Charakter den Bierstil und überlässt dem Hopfen die Bühne.

Die Begleitung

Die Brewmaster Limited Ed. 25 Fresh Hop Common ist die passende Begleitung für den Herbst. Nicht nur farblich, sondern auch aromatisch: Der Genuss erinnert an einen feuchtwarmen, sonnenverwöhnten Waldboden, verführt mit würzigen und reifen, tannigen Düften und erinnert an die fernen und weiten amerikanischen Red Wood Wälder. Und genau mit Wald soll es auch genossen werden: Als Begleitung zu frischen Pilzgerichten mit vielen Kräutern. Also Pilzschnitten, Pilzsaucen, Steinpilzrisotto und was die Ernte im Herbst alles mit sich bringt. Auch eine sanfte, cremige Kürbissuppe, gefolgt von deftigen (nicht zu intensiv gewürzten) Eintöpfen und Schmorgerichten mit herrlichen Röstaromen freut sich über die Begleitung und Ergänzung des neuen California Common aus der Brauwerkstatt.

Verfügbarkeit

Die Brewmaster Limited Edition 25 Fresh Hop Common ist verfügbar solange Vorrat in den grössten Coop Filialen der ganzen Schweiz, in allen Filialen des Rio Getränkemarktes und auf Bestellung bei jedem Getränkehändler der Schweiz oder in Winterthur und Yverdon-les-Bains direkt ab Brauerei.